Ein faszinierender Literaturabend mit Annegret Arndt
„Leben wir noch ein paar Kataströphchen weiter“ ist das Motto einer literarischen Collage über Rahel Varnhagen und ihre Literarischen Salons, die Annegret Arndt im Galerie Café präsentiert. Hier wird die bundesweit engagierte, leidenschaftliche Rezitatorin die unvergleichliche Atmosphäre der Salonkultur im Berlin des 19. Jahrhunderts wieder aufleben lassen. Gute Unterhaltung, Geist und Geselligkeit – das Galerie Café bietet den perfekten Rahmen für diesen außergewöhnlichen Abend.
„Sie ist, was ich eine schöne Seele nennen möchte“, hat Goethe über Rahel Levin (1771-1833), später Varnhagen, gesagt. Schon als Kind war sie an anregende Gespräche mit Künstlern am Tisch ihres jüdischen Elternhauses gewöhnt. 1790 eröffnete sie ihren ersten Salon in einer Dachstube am Berliner Gendarmenmarkt. Schon bald galt die durch ihren sprühenden Geist und Witz gerühmte Gastgeberin als erste Adresse für die führenden Köpfe der Romantik, darunter Schlegel, Tieck, von Arnim und Brentano. An Rahels Teetisch begegneten sich Schriftsteller, Künstler, Philosophen und Staatsmänner, zahlreiche junge Dichter fanden hier ihr erstes Publikum. Besitz und Standesunterschiede bedeuteten hier ebenso wenig wie religiöse Gegensätze.
Varnhagen stand mit vielen großen Geistern dieser Epoche, darunter auch Heinrich Heine, in Korrespondenz. Ihre Salons, in denen sie im kleinen Kreis eine humanistische Gesellschaft zu verwirklichen suchte, wurden zu einem Meilenstein der deutschen Literaturgeschichte. Weniger bekannt sind ihr Leben und ihre inneren Kämpfe. Annegret Arndt stellt Briefwechsel und Begegnungen vor und gibt so einen Einblick in die Persönlichkeit dieser schillernden Frauengestalt.
Mittwoch, 9. März, 20.00 Uhr
Galerie-Café
Eintritt 6 € / Mitglieder 5 €
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