
LEBEN – STILL UND BEWEGT
1. Oktober | 19:30 - 30. Oktober | 18:00

Lia Schmeling & Peter ter Mors
starten ab dem 1. Oktober mit einer Ausstellung in den Fluren des Wedeler Rathauses etwas ganz Besonderes: Ein gemeinsames Künstlerleben.
Und so unterschiedlich die Werke der beiden auch sind, so bestrickend ist der rote Faden, der sich durch ihre Bilder zieht. Das, was sie verbindet, ist die Liebe zur Natur, der Umwelt, der Lust auf Begegnungen mit Empathie.
Peter ter Mors ist Niederländer, Lia Schmeling arbeitete als Kunstlehrerin an der Stadtteilschule Lohbrügge. Jetzt hat das Paar ein gemeinsames Haus in Hamburg bezogen, in dem sie als Freischaffende ihre Träume verwirklichen. Beide sind Pragmatiker, keine Fantasten. Obwohl die Umsetzung ihrer Erlebnisse und Eingebungen in Farben und Formen viel Fantasie und Planung erfordert, vergessen sie nie die Realität. Ihre Bilder werden als Kunstdrucke in limitierter Auflage hergestellt, dadurch gern als zusammenhängendes Motivpaket zu einem erschwinglichen Preis verkauft, klar, Originale gibt es auch, aber eben nur einmal. Da muss der Interessent schnell sein.
Die in Flensburg geborene und in Nordfriesland aufgewachsene Lia Schmeling entwickelte schon früh eine kreative Vielfalt, genoss die weiten Horizonte der Nordsee, bevor sie zum Lehramtsstudium nach Flensburg an die Ostsee ging. Kinder waren ihr immer wichtig, ob nun ihre vier eigenen oder die, die sie unterrichtete. Die Jugendlichen ihrer Abschlussklasse dankten es ihr, als sie sich aus dem Schuldienst verabschiedete. 120 Wollknäule wurden ihr überreicht, eines schöner als das andere, wahre Hand- und Hautschmeichler. Die Schülerinnen und Schüler wussten, dass ihre Lehrerin die Fäden liebte, sie strickte bei jeder Gelegenheit. Diese Geschenke inspirierten Lia Schmeling zu ihren mehrteiligen Serienbildern Winterplan und Sommerplan. mit den schönen, weichen, fast mystischen Strukturen von Wolle und Holz. Im Winterplan taucht beispielsweise ein dunkelrotes Wollknäuel über einer brodelnden Fliederbeersuppe auf. Da friert kein Mensch mehr. Und die Künstlerin weckt mit ihren Bildern bei den Betrachtern eigene Erinnerungen, freut sich über die Interpretationen, die aus deren Vergangenheit auftauchen. So sieht sie auch ihre Alphabete, unterschiedliche, nach Themen geordnete Collagen von Tierportraits von Affe bis Zebra – das gehört in jedes Kinderzimmer von Schulanfängern. Wimmelbilder, die auch Erwachsenen Spaß machen.
Peter ter Mors Bilder sind ganz anders. Klare, geschwungene Linien, die ineinandergreifen und sich verbinden. Schon als der studierte Grafiker, Illustrator und Artdirektor noch Aufträge für Zeitungen und Verlage erfüllte, war sein Stil eindeutig. Jetzt setzt er seit 2024 als freier Künstler mit Graphit und Bleistift seine Träume um, seine heiß geliebten Pinguine, Vögel, die für ihn die Metapher für menschliche Beziehungen sind. Die sind miteinander verwoben und wer diese Bedeutung erkennt, verliebt sich sofort in seine Bilder.
Vernissage am 1. Oktober um 19.30 Uhr